Mit meiner breiten technischen Expertise und meiner positiven, unkomplizierten Einstellung bin ich ein motivierender Teamplayer, der …
Vibe Coding meets ABAP
Kaum ein Begriff hat die Entwickler-Community in den letzten Monaten so beschäftigt wie „Vibe Coding": Was zunächst wie ein weiterer Hype-Begriff klang, entwickelt sich zunehmend zu einer echten Veränderung, wie Software entsteht, auch in der SAP-Welt. Zeit, sich das Thema genauer anzusehen und zu fragen: Was bedeutet das konkret für die ABAP-Entwicklung?
Was ist Vibe Coding?
Vibe Coding beschreibt einen Entwicklungsansatz, bei dem der Code nicht mehr Zeile für Zeile von Hand geschrieben wird, sondern im Dialog mit einer KI entsteht. Statt Syntax zu tippen, beschreibt man in natürlicher Sprache, was die Anwendung tun soll. Die KI generiert daraus einen Lösungsvorschlag, den man anpasst, verfeinert und weiter iteriert.
Der Begriff trifft damit einen echten Nerv: Entwicklung wird schneller, zugänglicher und stärker ergebnisorientiert. Statt sich in Detailfragen der Implementierung zu verlieren, rückt die eigentliche fachliche Absicht in den Vordergrund.
Wichtig dabei: Vibe Coding heißt nicht, Verantwortung an die KI abzugeben. Wer produktionsreifen Code erzeugen will, muss weiterhin verstehen, was generiert wurde: Review, Testing und ein sauberes Grundverständnis der Architektur bleiben unverzichtbar. Vibe Coding verändert also nicht das Ziel guter Softwareentwicklung, sondern den Weg dorthin.
Warum ein MCP Server für die ABAP-Entwicklung nötig ist
Damit eine KI sinnvoll bei der ABAP-Entwicklung unterstützen kann, reicht ein allgemeines Sprachmodell allein nicht aus. Ein Large Language Model kennt zwar die Sprache ABAP, hat aber keinen Zugriff auf das konkrete SAP-System, in dem der Code am Ende laufen soll: keine Sicht auf vorhandene Klassen, Tabellen, CDS-Views oder die Struktur des jeweiligen Custom Code.
Genau hier kommt das Model Context Protocol (MCP) ins Spiel. Ein MCP Server stellt der KI strukturierten, sicheren Zugriff auf das ABAP-System bereit, etwa um:
- bestehende Objekte (Klassen, Tabellen, Interfaces, CDS-Views) im System zu finden und einzulesen,
- Where-Used-Analysen durchzuführen, bevor Änderungen vorgeschlagen werden,
- neue Objekte kontrolliert im System anzulegen oder zu aktivieren,
- generierten Code im Kontext der tatsächlichen Systemlandschaft zu prüfen, statt „im Blindflug" zu entwickeln.
Ohne diese Anbindung bleibt Vibe Coding in der ABAP-Welt Stückwerk: Die KI kann zwar plausiblen Code erzeugen, aber nicht wissen, ob er zum bestehenden System passt, ob Namenskonventionen eingehalten werden oder ob ein ähnliches Objekt nicht längst existiert. Ein MCP Server schließt genau diese Lücke und macht aus einem generischen Sprachmodell einen Assistenten, der im eigenen SAP-System wirklich mitdenken kann.
Unser Workshop: Vibe Coding meets ABAP
Wie sich das in der Praxis umsetzen lässt, von den Grundlagen des Prompting bis zum produktiven Einsatz eines MCP Servers im eigenen System, zeigen wir in unserem Workshop „Vibe Coding meets ABAP". Gemeinsam mit Ihrem Team erarbeiten wir, wie sich generative KI sinnvoll in Ihre ABAP-Entwicklung integrieren lässt, ohne Codequalität oder Kontrolle zu opfern.
Mehr Informationen finden Sie auf unserer Workshop-Seite .